Jerzy Krachowicz wohnt in Grodzisk Großpolen, knapp 100 Kilometer südöstlich von Posen (Poznan) und ist 53 Jahre alt. Er arbeitet als Hausmeister in der Berufsschule in Grodzisk.
Jerzy ist glücklich über seinen 2 Wochen alten Enkelsohn, freut sich auf die Spiele der EM in seiner Heimat und liebt es, russische Piroggen (Teigtaschen gefüllt mit Quark und Kartoffeln) zu essen.
Der Kreuzfahrt-Tourismus hat im Jahr 2011 um zehn Prozent zugenommen. Mit 20,6 Millionen liegt sie damit erstmals über 20 Millionen.
Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Datenerhebung der Kreuzfahrtverbände Cruise Lines International Association (CLIA), European Cruise Council (ECC), Passenger Shipping Association, International Cruise Council Australasia und der Branchenanalysten G. P. Wild (International) Limited. Kreuzfahrttourismus benötigt große Mengen an Ressourcen und erzeugen flüssige und feste Abfälle. Ein mittelgroßes Kreuzfahrtschiff mit 2000 Passagieren verheizt auf See 150 Tonnen Treibstoff am Tag. Im Hafen dann noch weitere 50 Tonnen. Denn auch dort braucht ja die schwimmende Luxus-Kleinstadt viel Strom. Umweltschützer haben errechnet: Ein Ozeanriese stößt auf einer Kreuzfahrt so viele Schadstoffe aus wie fünf Millionen Pkw auf der gleichen Strecke. Ein typische Karibik Kreuzfahrtschiff erzeugt auf einem ein-wöchentlichen Trip rund 50 Tonnen Abfall, 7,5 Millionen Liter Brauchwasser, 800.000 Liter Abwasser, 130.000 Liter ölhaltiges Wasser. Etwa 75% der gesamten Abwässer von Schiffen werden von Kreuzfahrtschiffen verursacht.
Das US- Center for Desease Control and Prevention schätzt dass knapp 1,15 Mio Menschen mit 13 Jahren und älter mit einer HIV-Infektion in den USA leben. In den letzten Jahren hat die Zahl der HIV-Positiven zugenommen, während die Neuinfektionen ( 50 Tsd/ Jahr) relativ stabil blieben.
Die Afro-Amerikaner bilden die größte Risikogruppe in den USA. Aufgrund ihrer sozialen Situation gehören sie, neben den Latinos, zu der Gesellschaftsgruppe, die am wenigsten Zugang zu den teueren Behandlungen (ca € 1500-2000 pro Person/Monat) hat und auf staatliche Hilfen/Hilfsprogramme angewiesen sind. Im US-Bundesstatt Louisiana lebt Angus Carter. Als junger Mann saß er wegen Kleinkriminalität im Gefängnis. Dort erfuhr er, dass er HIV-positiv ist. Für bedürftige Menschen wie Angus Carter sollte der US-Staat eine kostenfreie Gesundheitsversorgung sicherstellen. In einigen Regionen ist der Zugang hierzu aber nicht immer leicht, besonders in ärmeren, ländlichen Gebieten. Oder wenn beispielsweise der Arzt der Klinik krank ist, dann ist niemand da, um Menschen wie Angus Carter zu helfen. Die Finanzkrise hat im Gesundheitsbudget zu massiven Ausfällen geführt. Das Gesundheitsministerium von Louisiana hat die Zusammenarbeit mit einigen Einrichtungen und Organisationen beendet. Jetzt müssen viele ärmere Patienten die Kosten teilweise selbst tragen. Einige können sich das nicht leisten und warten vergeblich auf staatliche Hilfe oder nehmen nur unregelmäßig an den Therapie-Programmen teil.
Christina lebt mit ihren 2 Töchtern und ihrer Nichte in einer 2-Zimmer-Wohnung in einem Mietshaus in Maputo. Inzwischen lebt sie von ihrem Mann getrennt. Männliche Mitbewohner hat sie trotzdem: 2 kleine Hunde - Haiti und Raffi. Zusammen mit ihren Kindern macht sie aus der Frucht des Affenbrotbaumes "Malambe" das zuckerhaltige Mark aus dem dann wieder Saft, Kompott oder Joghurt wird.
2006 zerstörte ein Tsunami den beliebten Badeort Pangandaran an der Westküste Javas. Die Hotels sind inzwischen wieder aufgebaut, doch wer kümmert sich um die Natur? Die NGO Indecon organisiert mit finanzieller Unterstützung der Internationalen Klimaschutzinitiative die Wiederaufforstung der Mangrovenwälder und Korallenriffe.
In Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung um die Wiederaufforstung. 35.000 Mangroven sind von den Bewohnern der umliegenden Dörfer bereits gepflanzt worden. Sie dienen sowohl der Unterwasserwelt als Lebensraum als auch als Schutzwall gegen Stürme und Tsunamis. Auch die Korallenriffe werden Schritt für Schritt wieder aufgebaut. Fischer profitieren vom erneuten Artenreichtum. Wir begleiten eine Grundschule bei ihrer monatlichen Bestandsaufnahme der Mangrovenpflanzungen. Wir besuchen die Baumschule des Dorfes, in der die Mangroven gezogen werden. Wir begleiten einen Taucher beim Anpflanzen von Korallen und bekommen einen Einsruck der künstlich angelegten Riffe. Und wir fragen nach, ob die Touristen den einst beliebten Badeort wieder buchen.
Während die eigene Klimapolitik scheitert, reisen die EU-Kommissarinnen für Klima und humanitäre Hilfe in den Osten Äthiopiens, der besonders hart vom Klimawandel betroffen ist. Dort besichtigen sie Projekte, die die Folgen des immer heißeren und feuchteren Wetters abmildern sollen.
Konkret geht es um die Fütterung und Haltung der Tiere und um eine effizientere Bewässerung und Bewirtschaftung des Landes. Dadurch sollen die Menschen wieder in die Lage versetzt werden, sich selbst zu ernähren statt auf Lebensmittelhilfen angewiesen zu sein. Außerdem sollen die Projekte auch die Landflucht stoppen. Wir begleiten die Kommissarinnen, die vor Ort prüfen wollen, ob die Programme wie geplant laufen.